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Re: Fanclubversammlung Mai/Juni 2012
(15.06.2012 10:02), von Suhler91
 

Noch lange nichts verloren

Autor: Joschik, Donnerstag, 2. Februar 2012

Mit der Schlagzeile unserer Heimatzeitung heute Köniz eine Nummer zu groß kann und will ich mich überhaupt nicht anfreunden. Zumal im folgenden Text eigentlich das beschrieben wird, was fast alle in der Wolfsgrube sahen. Es war einfach kein so gutes Spiel unseres Teams. Die Schweizerinnenen waren nicht DIE Übermannschaft, die der großformatige Titel über dem Artikel suggeriert.
Sicherlich, die Voraussetzungen waren nicht die besten für dieses Spiel. Durch den gnadenlosen Spielrythmus in dieser Saison haben mittlerweile fast alle Spielerinnen mit größeren oder kleineren Blessuren zu kämpfen. Am augenscheinlichsten war das bei Suza, die das Spiel unter großen Schmerzen bestritt. Unsere Europameisterin gab trotzdem alles für das Team und konnte mit vielen gelungenen Aktionen überzeugen. Beispielhaft ihre Willenskraft und ihre Leidensfähigkeit.

Offensichtlich war aber in diesem Spiel nicht die körperliche Komponente ausschlaggebend, sondern eher eine gewisse Müdigkeit im Kopf. Wie ein roter Faden zieht sich die Tatsache durch das Jahr 2012, dass unsere Mädels erarbeitete Führungen nicht ins Ziel bringen können. Und das war auch gestern abend wieder der Fall. Unverständliche Spielphasen führten gleich zu zwei Satzverlusten. Im ersten Satz wurde aus einem 6-1 schnell ein 7-11 (1-10 Punkte) und noch katastrophaler endete der zweite Satz (vom 21-16 bis zum 21-25 kassierten wir sage und schreibe 0-9 Punkte). Das erinnerte fatal an den vierten Satz bei der Niederlage in Köpenick.

Dynamics Multimedia: Mit etwas Verspätung jetzt auch die Bilder zum Spiel: (c) René Siegling

Nun sind Fans nicht die Volleyballexperten, aber auffällig war die teilweise leblose Körpersprache unseres Teams schon. Das änderte sich etwas im dritten und vierten Satz. Dort war eine eher normale Leistung durchaus ausreichend, um die Eidgenossen in die Schranken zu weisen. Einmal erarbeitete Führungen wurden nicht mehr aus der Hand gegeben, ohne überragend spielen zu müssen. Allein Konstanz war der Schlüssel zum Erfolg.

Im Tiebreak war dann letztlich eine klare Fehlentscheidung des Schiedsrichterteams der „Genickbrecher“ für unsere Mädels. Beim Stand von 10-11 wurde ein deutlich im Feld landender Angriffsball von Martina „Out“ gegeben. Davon konnte sich der VfB nicht so schnell erholen und schon war das Spiel verloren…
Fazit des Autors: Wie erwartet war Köniz ein anderes Kaliber als unsere vorherigen Gegner im Europapokal. Beeindruckend vor allem die gut organisierte und starke Feldabwehr sowie wirkungsvolle Aufschläge. Auch am Netz wurde so mancher VfB-Tippball noch weggefischt (Nr. 4 – Sabel Moffet). Dennoch teile ich die Einschätzung von Felix vor dem Spiel, dass diese Mannschaft gut im Mittelfeld der Bundesliga mitspielen könne. Nicht mehr und nicht weniger. Letztendlich hat sich das VfB-Team im gestrigen Spiel selbst besiegt. Herauszuheben ist jedoch, dass das schlimme Ende des zweiten Satzes nicht zu einem Totaleinbruch führte und man sich wieder bis zum Gleichstand herankämpfte.

Diese Schlussfolgerung lässt noch viele Möglichkeiten für das Rückspiel in der Nähe von Bern zu. Sollte der VfB dort seine Nerven im Zaum, seine Konzentration hochhalten und sein Leistungspotenzial abrufen können, muss durchaus noch nicht Ende sein auf seinem Weg durch Europa…

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3 Kommentare zu „Noch lange nichts verloren“

  1. Gerhard sagt:

    Hallo Joschik,
    deine Auffassung(en) zum Heimspiel gegen Köniz teile ich in allen Passagen.
    Das Match wird deshalb ein ungewolltes „Nebenprodukt“ von weniger Zuschauern beim Spiel gegen Sinsheim zur Folge haben, es sei denn der „Ultimo-Joker“ des VfB macht neugierig.

  2. Joschik sagt:

    Linkfehler zum FW-Artikel wurde inzwischen bereinigt…

  3. Torsten sagt:

    Am Mittwch, den 08.02.2012, Abfahrt 8.00 Uhr Waffenmuseum, machen wir
    die Halle in Könitz zur Hegel-Hölle. Gemeinsam schaffen wir es!
    Nur der VfB!
    😳

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